Die Bauchspeicheldrüse (Das Pankreas) ist ein kleines, lebenswichtiges Organ, das in unmittelbarer Nähe von Leber, Gallengangssystem und Zwölffingerdarm angesiedelt ist. Sie gibt Verdauungsenzyme in den Darm und die Blutzuckerregulierenden Hormone Insulin und Glukagon in das Blutsystem ab.
Wenn das Pankreas erkrankt, kommt es zum Austritt der Verdauungsenzyme in das Bauchspeicheldrüsengewebe hinein und nachfolgend sowohl hier als auch in der Bauchhöhle zu Gewebeuntergang und/ oder eitrigen Entzündungen.
Die Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) kommt bei der Katze recht häufig vor und tritt hauptsächlich als chronische Erkrankung in Erscheinung. Sie wurde im Rahmen von Sektionen bei etwa 70% der untersuchten Katzen festgestellt, unabhängig von deren Todesursache.
Es sind häufiger mittelalte bis alte Katzen betroffen, aber auch junge Tiere können erkranken. Es erkranken Kater und Kätzinnen gleichermaßen.
Die vorrangigen Krankheitssymptome sind bei der Katze leider sehr unspezifisch: Lethargie, Gewichtsverlust und Futterverweigerung.
Etwa 30 % der Katzen erbrechen auch.
Weitere Symptome können Austrocknung, Durchfall,
Atembeschwerden,Bauchwassersuch, Gelbsucht und Verstopfung sein. Etwa 50 % der Katzen mit Pankreatitis zeigen garkeine Krankheitssymptome.
Etwa die Hälfte der erkrankten Katzen haben zusätzliche Begleiterkrankungen wie Gallengangsentzündungen, Diabetes Mellitus und eine entzündlichen Darmerkrankung (IBD). Bei 3/4 der Katzen treten auch Leberentzündungen auf.
Die Diagnose der Pankreatitis ist mit einer Blutuntersuchung möglich. Zum Ausschluß anderer Erkrankungen sowie der Begleitkrankheiten sind weitere Untersuchungen wie Harnuntersuchung, Ultraschall und Röntgen notwendig.
Die Behandlung der Pankreatitis besteht in Infusionen, Medikamenten und Futterumstellung.
Der Erfolg hängt von der Schwere der Erkrankung ab.